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Brüssel,
24. März 2004
Produktivität verbessern - Reformen am Maß des Menschen ausrichten
Da
aber bereits zu viel Zeit verschenkt worden ist, fordert die EUCDA den
Europäischen Rat auf, notwendige Strukturreformen mit einem klaren Fahrplan
und strikten Fristen zu verbinden.
Die europäischen Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf,
die Erreichung gesetzter Ziele regelmäßig überprüfen zu können. Die EUCDA wendet sich gegen alle pauschalisierten Forderungen nach "mehr Flexibilität" auf dem Arbeitsmarkt; es ist vielmehr notwendig, dass in erster Linie die Sozialpartner zielgerichtete Maßnahmen ergreifen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Hierzu sind Reformen in allen Bereichen notwendig: in der Beschäftigungs- und Sozialpolitik ebenso wie in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die EUCDA fordert insbesondere, die Steuersysteme so zu gestalten, dass sie einfach und fair sind und gleichzeitig die Einnahmen des Staates mit Blick auf seine Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft gewährleisten. Im Zusammenhang
mit der Stärkung der Wettbewerbs-fähigkeit betont die EUCDA die Notwendigkeit,
die Produktivität zu verbessern. Dies bedeutet Anstrengungen
sowohl mit Blick auf die Kapitalintensität der Produktion als auch auf
die Gesamte Faktorproduktivität. Die angesprochenen Strukturreformen erfordern, dass Regierungen und Sozialpartner ihrer Verantwortung gerecht werden. Die notwendige Maßnahmen müssen aber gleichzeitig die Anforderungen der Unternehmen berücksichtigen und sich am Maß des Menschen, z.B. an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, und am notwendigen Vertrauen in einen qualitativ hohen Sozialschutz orientieren. Die Bereitschaft jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen, unternehmerische Initiativen zu ergreifen und sich in der Gesellschaft zu engagieren wird entscheidend sein für die Erreichung der Ziele von Lissabon. Dies setzt Investitionen in die Bildungspolitik voraus, die eine hohe Qualität in allen Bereichen anstreben: in der allgemeinen und beruflichen Bildung. Insbesondere die Erwachsenenbildung (lebenslanges Lernen) könnte dazu beitragen, dass Arbeitnehmer länger auf dem Arbeitsmarkt bleiben und sich dadurch die Strukturen des Arbeitsmarktes mittelfristig den sich verändernden demographischen Bedingungen anpassen.
Verantwortlich:
Elmar Brok MdEP, Präsident Für weitere Informationen: EUCDA
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