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Brüssel, 21. März 2003


Höhere Motivation = Bessere Wettbewerbsfähigkeit

Der Weg aus der Krise verlangt ein Mehr an Produktivität und an sozialem Schutz gleichzeitig


Mit Blick auf den Frühjahrsgipfel der Europäischen Staats- und Regierungschefs warnt die EUCDA vor dem Hang zu einfachen, undifferenzierten Lösungen. Kosten- und Steuersenkungen sowie Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Unternehmen werden nicht automatisch auf den Weg zu mehr Wachstum und Beschäftigung weisen. Insbesondere sieht die EUCDA nicht, inwiefern die Politik der Markliberalisierung z.B. im Energiebereich oder durch einen europaweiten Finanzmarkt gravierende neue Wachstumsimpulse gebracht hat.

Was die Abstimmung der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik betrifft, so geht die EUCDA davon aus, dass dies nur unter der Zielsetzung geschehen kann, letztendlich eine Gleichrangigkeit dieser Politikbereiche zu erreichen.

Bessere Wettbewerbsfähigkeit (gerade zum Beispiel kleinerer und mittlerer Unternehmen) setzt motivierte, lernbegeisterte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer voraus.

Dies bedeutet, dass ein gutes soziales Klima ein mindestens ebenso wichtiger Produktionsfaktor ist wie Steuern und Abgaben. Und ein gutes soziales Klima erfordert ein Niveau des sozialen Schutzes, dass bezahlbar ist und dass für alle anspruchsberechtigten Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union eine existentielle Sicherung gewährleistet.

Der Trend zur angeblich beschäftigungsfreundlichen Gestaltung der Sozialschutzsysteme darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik eingliederbar sind; daher müssen soziale Auffangnetze auf hohem Niveau vorhanden sein.

Die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer, das lebenslange Lernen, sind eine existentielle Voraussetzung für einen hohen Beschäftigungsgrad wie auch für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien sowie die entsprechende Qualifizierung der Arbeitnehmer fördern. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei auf die Entwicklung und Modernisierung von Lehrlingsausbildungssystemen, die Entwicklung von Ausbildungskonzepten für die Vermittlung von Informatikkenntnissen an Schüler, Studenten und Lehrpersonal sowie die Ausrüstung der Schulen mit Computern und den Erleichterung des Internet-Zugangs für Schüler und Studenten zu legen.

Aber auch denjenigen, die Schwierigkeiten beim Erlernen dieser Informationstechniken haben, müssen Bildungs- und Berufsbildungsmöglichkeiten offen stehen.

Die EUCDA erwartet keine beschäftigungspolitischen Großprogramme, sondern strukturierte Konzepte der vielen kleinen Schritte, auf europäischer Ebene vernetzt. Für deren Erfolg ist es notwendig, dass bei der Umsetzung der beschäftigungspolitischen Leitlinien die Sozialpartner - Arbeitnehmer und Arbeitgeber - intensiver eingebunden werden:
auf europäischer Ebene stärker in die Vorbereitung der beschäftigungs-politischen Leitlinien, auf Ebene der Mitgliedstaaten stärker in deren Umsetzung.


20-21.03.2003
EU-Rat - Schlussfolgerungen
in English, en Français, in Deutsch
(EN, FR, DE, ES, PT, IT, NL ...)

 

Die Lissabon-Strategie für wirtschaftliche, soziale und ökologische Erneuerung:
Documents in English, des documents en français, Dokumente in Deutsch
(EN, FR, DE, ES, PT, IT, NL ...)

 



Die Europäische Union Christlich Demokratischer Arbeitnehmer (EUCDA) besteht aus 23 Arbeitnehmerorganisationen aus 15 Ländern und ist eine Vereinigung der Europäischen Volkspartei (EVP).

Verantwortlich: Elmar Brok MdEP, Präsident



Für weitere Informationen:

EUCDA
Europäische Union Christlich-Demokratischer Arbeitnehmer
c/o EVP, Rue du Commerce / Handelsstraat 10
B-1000 Brüssel

E-mail: EUCDA

 

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