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13.03.2002 Barcelona:
Endlich ein Gipfel der Beschlüsse ? Zwei Jahre sind vergangen seit dem Gipfel von Lissabon. Die Europäische Union sollte auf dem Weg sein zum "dynamischsten und wettbewerbs-fähigsten, auf Innovation und Wissen gegründeten Wirtschaftsraum. Die Wirklichkeit zeigt ein anderes Bild: konjunktureller Abschwung, steigende Arbeitslosenzahlen, auch in den bislang wirtschaftlich stärkeren Regionen. Das Europäische Parlament fordert daher vom Europäischen Rat in Barcelona ein "kohärentes Bündel von Initiativen". Dieses soll vor allem abzielen auf die Anhebung der Beschäftigungsrate, die Verbesserung der Qualität der Beschäftigung, die Verbesserung der Qualifikationen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Europäische Union Christlich Demokratischer Arbeitnehmer (EUCDA) betont vor diesem Hintergrund die folgenden Punkte: 1) Die EUCDA begrüßt, dass die Umsetzung und die Ergebnisse der notwendigen Initiativen zur Stärkung des wirtschaftlichen und des sozialen Europa jährlich durch eine größere Zahl von Indikatoren nachgeprüft werden. Da der Erfolg der Strategie letztendlich auch von der Akzeptanz bei den europäischen Bürgern abhängt, schlägt die EUCDA vor, ihnen den gleichen Stellenwert einzuräumen wie den "Maastricht Kriterien" mit Blick auf die Wirtschafts- und Währungsunion. Dies würde den entsprechenden Politiken die notwendige Transparenz und Glaubwürdigkeit verleihen. 2) In diesem Zusammenhang
betont die EUCDA, dass die Auswertung der nationalen Aktionspläne
zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, wie sie zum
ersten Mal im Juni 2001 vorgelegt wurde, als wesentlicher Bestandteil
der sogenannten "Lissabon-Strategie" angesehen werden muss.
Die EUCDA erwartet gerade in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs und
verstärkter sozialer Spannungen, dass Kommission und Mitgliedstaaten
die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen verstärkt vorantreiben. 4) Schließlich wiederholt die EUCDA auch ihre Forderung, dass die "Beschäftigungsleitlinien" und die "Grundzüge der Wirtschaftspolitik" besser aufeinander abzustimmen sind. Das Europäische Parlament ist bei der Erstellung beider Vorlagen frühzeitig miteinzubeziehen. 5) Die EUCDA erwartet, dass Finanzhilfen und Steuererleichterungen für die Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen ausschließlich gemäß ihrer Bestimmung einzusetzen sind. Gleiches gilt für die öffentlichen Ausgaben im Bereich der Bildung. 6) Die Ziele der
"Lissabon-Strategie" können nicht von staatlichen Institutionen
allein erreicht werden. Daher ist der soziale Dialog - insbesondere
auch auf europäischer Ebene - auszubauen.
Verantwortlich:
Luc Delanghe, Präsident Für weitere Informationen: EUCDA
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