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29.06.2001

Kompromissvorschlag zur Übernahmerichtlinie ablehnen

Nicht vereinbar mit bisherigen Positionen des Europäischen Parlaments

Die EUCDA unterstützt - in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmergruppe der EVP/ED-Fraktion - die Position von Berichterstatter Klaus-Heiner Lehne MdEP, den Kompromiss zur Übernahmerichtlinie abzulehnen.

Zunächst einmal ist aus Sicht der EUCDA festzustellen, dass der Kompromiss dem Beschluss des Europäischen Parlaments zu dieser Richtlinie widerspricht. Zweitens steht er im Gegensatz zu den Positionen des Parlaments zur Mitwirkung der Arbeitnehmer (sowohl im Blick auf den Europäischen Betriebsrat als auch die Europäische Aktiengesellschaft). Der Vorschlag des Vermittlungsausschusses von Rat und Parlament sieht vor, dass Arbeitnehmer erst informiert werden sollen, nachdem das Ergebnis des Übernahmeangebots vorliegt.

Es ist nicht akzeptabel, dass wir im Fall von Übernahmeangeboten große Unsicherheiten von Arbeitnehmern hinnehmen.

Des weiteren bleibt es ein zentrales Anliegen auch der Arbeitnehmerseite, die Abwehrmöglichkeiten des Vorstandes bei feindlichen Übernahmen zu stärken. Der nunmehr vorliegende Richtlinienentwurf bietet hierfür keine hinreichende Grundlage.

Die EVP ist aufgefordert, als große christdemokratische Volkspartei von der Kommission einen besseren Richtlinienvorschlag einzufordern, der die Positionen des Europäischen Parlaments respektiert.




Die Europäische Union Christlich Demokratischer Arbeitnehmer (EUCDA) besteht aus 23 Arbeitnehmerorganisationen aus 15 Ländern und ist eine Vereinigung der Europäischen Volkspartei (EVP).

Verantwortlich: Luc Delanghe, Präsident



Für weitere Informationen:

EUCDA
Europäische Union Christlich-Demokratischer Arbeitnehmer
c/o EVP, Rue du Commerce / Handelsstraat 10
B-1000 Brüssel

E-mail: EUCDA


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