| |
|
. |
|||||||||||||||||||||||||||
|
Jahresbericht der EUCDA 2003
Einleitung Das Jahr 2003 war für die EUCDA geprägt durch die Begleitung der Arbeiten mit Blick auf die Europäische Verfassung. Die Diskussionen in EU-Konvent oder auch Regierungskonferenz wurden durch die EUCDA verfolgt und gegebenenfalls in öffentlichen Stellungnahmen kommentiert. Hieran waren Vorstand, Präsidium und nicht zuletzt die Arbeitsgruppe Politik beteiligt. Daneben gab es unzählige persönliche Kontakte mit beziehungsweise über Präsident Elmar Brok MdEP (Mitglied des EU-Konvents, Vertreter des EU-Parlaments bei der Regierungs-konferenz). Insgesamt kann man als Fazit festhalten, dass es gelungen ist, einen Beitrag zur Festschreibung der Werte der Sozialen Marktwirtschaft bzw. zur integralen, rechtlich bindenden Aufnahme der Grundrechtecharta in den Verfassungsentwurf des EU-Konvents zu leisten. Trotz aller Bemühungen sind entsprechende Erfolge in der Frage der Erweiterung der Handlungsfähigkeit der EU im Bereich der Sozialpolitik ausgeblieben (siehe hierzu auch die entsprechenden Informationen im Anhang). Mit diesen Arbeiten folgte die EUCDA dem Beschluss des Vorstands, der in 2002 der Verankerung und Vertiefung der Sozial- und Beschäftigungspolitik im Rahmen des EU-Verfassungsvertrags eine besondere Bedeutung zugemessen hatte. Die vier damals aufgestellten Forderungen können zwar formal als erfolgreich durchgesetzt bezeichnet werden; allerdings ist darauf hinzuweisen, dass es in Zukunft beispielsweise schwieriger sein wird, in einem größeren Europäischen Rat die notwendige qualifizierte Mehrheit zu erringen:
Des weiteren haben
die Diskussionen um die Europäische Verfassung auch deutlich gemacht,
dass unter „Politischer Union" in den verschiedenen Mitgliedstaaten
durchaus unterschiedliches verstanden wird. Hierbei geht es vor allem
um das Verhältnis von Wirtschaftsunion und Politischer Union. Die EUCDA engagierte
sich auch innerhalb der EVP immer wieder - sei es in der Vorbereitung
des Aktionsprogramms 2004-2009, sei es in der Arbeitsgruppe „Wirtschafts-
und Sozialpolitik" - in der Debatte um Reformen in der Wirtschafts-,
Sozial- und Beschäftigungspolitik. Dabei orientierten
sich ihre Beiträge stets daran, dass grundlegender Wandel nur durch
die Bereitschaft der arbeitenden Menschen zu neuer Qualifikation und
Veränderung erreicht werden kann. Eine ausschließlich am Preis-Leistungs-Wettbewerb
orientierte kapitalistische Politik lehnte sie ebenso ab wie zentralistisch
orientierte Ansätze. "Es ist wichtig, zwischen den beiden Bereichen, die die soziale Verantwortung ausmachen, deutlich zu unterscheiden: soziale Sicherheit die basiert auf Beiträgen, öffentliche Finanzierung oder privaten Versicherungssysteme auf der einen Seite und andererseits eine aus öffentlichen Mitteln finanzierte soziale Unterstützung. Die EVP ist bestrebt, einerseits die Solidarität beizubehalten und gleichzeitig aber mehr Eigenverantwortung zu fördern. Sozialversicherungssysteme müssen für individuelle Unterschiede offener werden. Dies ist eine besonders wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit, in verschiedenen Zeitperioden in verschiedenen Ländern zu arbeiten." Diese
Kompromissformel konnte im Rahmen der Diskussion über das EVP-Aktionsprogramm
gemeinsam mit der Vereinigung der Kleinen und Mittleren Unternehmen
(SME-Union) vereinbart werden. Das Jahr 2004 wird für die EUCDA geprägt sein von der Europawahl sowie von der inhaltlichen Vorbereitung auf die kommende Legislaturperiode des Europäischen Parlaments. Die EUCDA muss dabei mit Blick auf die Reformdebatte (zum Beispiel auf die ständig wiederholte undifferenzierte Pauschalforderung nach mehr „Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt") ihre eigenen, zielgenauen Positionen erarbeiten. Sie muss aber auch ihren Blick öffnen zum Beispiel für die Folgen des Privatisierungs- und Wettbewerbsdrucks bei den Diensten von allgemeinem Interesse, bei der die Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit den notwendigen und qualitativ hochwertigen Diensten zu bezahlbaren Preisen letztendlich im Mittelpunkt stehen muss. In mehreren Standpunkten, zahllosen Gesprächen, vor allen Dingen aber in herausragender Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmergruppe der EVP-Fraktion konnte die EUCDA in 2003 ihre Standpunkte zu Fragen der EU-Sozialpolitik deutlich machen. Dies muss 2004 und darüber hinaus fortgesetzt werden. Ein Wort des Dankes gilt allen, die sich in der EUCDA engagiert haben, insbesondere in der Vorbereitung und der Durchführung unserer Tagungen und Vorstandssitzungen sowie in der Vertretung der EUCDA-Positionen in den Gremien der EVP. Namentlich erwähnen möchte ich den ersten Vizepräsidenten Fritz Neugebauer, der einige Vorstandssitzungen leitete, Tom De Saegher als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Politik sowie Vizepräsident Guido Dumon und Generalsekretär Christoph Weißkirchen, die die Vorbereitung des EVP-Aktionsprogramms 2004-2009 eng verfolgten. Elmar Brok Präsident
Aktivitäten Im Jahresüberblick fanden folgende Sitzungen der EUCDA statt:
Der Vorstand tagte dreimal: am 26.04.2003 im Hotel Ciutat de Castelldefels, Castelldefels (Barcelona, Katalonien), am 28.06.2003 im Angermünder Bildungswerk, Angermünde (Brandenburg, Deutschland) sowie am 04.10. 2003 im Casa di Spiritualità, Massa Pisana (Lucca, Italien). Auf
der Sitzung in Castelldefels informierte Präsident Elmar Brok
MdEP über die aktuelle Situation im EU-Konvent; auf der Grundlage einer
breiten Aussprache (unter anderem zu den Themen „offene Koordinierung"
bzw. „partizipatorische Demokratie") nahm der Vorstand eine Erklärung
zum Thema „Politische Union" an (veröffentlicht am 26.04.2003). In
Angermünde arbeitete der Vorstand weiter an den Castelldefels aufgeworfenen
Fragen und bereitete des weiteren die Position der EUCDA in der Vorbereitung
des EVP-Aktionsprogramms 2004-2009 vor. Konkrete Änderungsanträge hierzu wurden dann auf der Sitzung in Lucca verabschiedet, ebenso wie eine Position zum Grünbuch „Dienste von allgemeinem Interesse" und eine Erklärung zur Lage auf Kuba. Mit Blick auf die Europäische Verfassung verabschiedete der EUCDA-Vorstand eine Stellungnahme, die an alle Mitglieder der Regierungskonferenz verschickt wurde.
Das
Präsidium der EUCDA tagte am 21.02.2003 im Europäischen Parlament in
Brüssel.
Die
Mitglieder der Arbeitsgruppe Politik tagten außerhalb der Sitzungen
von Vorstand und Präsidium am 06.01.2003, 21./22.02.2003, 01.04.2003,
21.05.2003, 11.06.2003; 10.09.2003.
Politische Arbeit Insgesamt gab die EUCDA im vergangenen Jahr 13 Stellungnahmen ab (siehe auch: Standpunkte). 28.11.2003
04.11.2003
21.10.2003
23.09.2003
10.09.2003
10.07.2003
26.04.2003
21.03.2003
11.03.2003
04.03.2003
07.02.2003
14.01.2003
06.01.2003
Teilnahme an Sitzungen der EVP Teilnahme an Sitzungen der EVP Die EUCDA wurde von Präsident Elmar Brok MdEP bzw. Vizepräsident Guido Dumon oder Generalsekretär Christoph Weißkirchen auf folgenden Sitzungen der EVP vertreten:
05/06.05.2003 Politisches Büro 15.10.2003 Politisches Büro 08/09.12.2003 Politisches Büro
Arbeitsgruppe
1 (EVP-Aktionsprogramm): Arbeitsgruppe
2 (Wirtschafts- und Sozialpolitik): Arbeitsgruppe
3 (Erweiterung): Arbeitsgruppe
5 (Aussen- und Sicherheitspolitik) Antragskommission
Gespräche und Teilnahme an Seminaren Gespräche und Teilnahme an Seminaren Neben den offiziellen Seminaren und Sitzungen fanden noch eine Reihe von Gesprächen mit Vertretern von Partei und Fraktion statt. Des weiteren nahmen Vertreter der EUCDA noch an verschiedenen anderen Seminaren und Veranstaltungen der EUCDA-Mitgliedsorganisationen teil (zum Beispiel der KGZE in Wien).
EUCDA-Termine
Verantwortlich:
Elmar Brok MdEP, Präsident Für weitere Informationen: EUCDA
|
. |
|||||||||||||||||||||||||||
| . |
. |