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Brüssel, 14. Oktober 2002
Geschlossenheit als Vorraussetzung unserer Führungsrolle Antrag der EUCDA für eine Resolution des XV Kongresses der EVP
Die EVP bekräftigt daher die Eigenständigkeit christdemokratischer Werte, die sie geprägt haben. Sie grenzt sich deutlich ab von Ideologien aller Art, seien sie nun kommunistisch, sozialistisch, (neo)liberal oder kapitalistisch. Die EVP hat den Anspruch, die stärkste Kraft auf europäischer Bühne zu bleiben. Dies bedingt, dass sie noch deutlicher die Partei der Sozialen Marktwirtschaft ist, die Partei für Unternehmer und Arbeitnehmer gleichermaßen. Sie muss offen sein für jeden, der ihre Grundprinzipien von Freiheit in Verantwortung in Wort und Tat vertritt und damit auch nach außen die Glaubwürdigkeit der Europäischen Volkspartei demonstriert.
"Das politische Denken und Handeln der Christlichen Demokraten orientiert sich an folgenden Grundwerten, die alle miteinander verbunden, gleichermaßen bedeutsam und allgemein anwendbar sind: Freiheit und Verantwortung, Gleichwertigkeit und Solidarität." "Anders gesagt: das christlich-demokratische Verständnis vom Menschen und von der Gesellschaft zielt ab auf die umfassende Entfaltung eines jeden in einer Freiheit, die auf die Freiheit der anderen Rücksicht nimmt, sowie in der Befriedigung seiner materiellen, kulturellen und geistigen Bedürfnisse. Wir lehnen jede Ideologisierung ab, die das Denken in dogmatischen und geschlossenen Systemen zusammenzufassen sucht." "Die Europäische Volkspartei, reich in ihrem universellen Geist, verkörpert die stärkste Hoffnung, neue Wege zu finden, die festhalten an Europas Tradition der klassischen, humanistischen und der christlichen Wurzeln. (...) Jeder Einzelne zählt. Die zukünftige Entwicklung der Union muss ihren Schwerpunkt in der Freiheit und Würde des Einzelnen haben. Dies ist die einzige Basis auf der die Unterstützung der Bevölkerung für den Integrationsprozess aufgebaut werden kann. Wir müssen eine Union schaffen, die gemeinsame europäische Werte schützt und fördert, in der Grundrechte respektiert werden und keine Form von Diskriminierung akzeptiert wird."
"Europa muss wirtschaftlich stark und zugleich sozial gerecht sein. Die Soziale Marktwirtschaft verbindet die marktwirtschaftlichen Lenkungsmechanismen von Angebot und Nachfrage mit der Verpflichtung, die Würde des Menschen zu achten. Die Werte des Europäischen Sozialen Modells (Leistung und soziale Gerechtigkeit, Wettbewerb und Solidarität, Eigenverantwortung und soziale Sicherung) bleiben auch angesichts von globalisierten Märkten und der Umwandlung der Industriegesellschaft in eine Informationsgesellschaft gültig. Die Herausforderung besteht darin, die einflussreichen neuen Marktkräfte mit der Menschlichkeit zu kombinieren - wirtschaftliche Dynamik mit sozialer Verantwortung -in der Art und Weise, wie wir unsere Sozialsysteme organisieren. Die EVP ist davon überzeugt, dass dies möglich und grundlegend wichtig ist, um bessere Bedingungen für Unternehmergeist und wirtschaftliche Dynamik mit sozialer Verantwortung zu kombinieren." Daher
Demokratie und Rechtstaat "Die Demokratie stellt nach unserem Verständnis hervorragende und unentbehrliche Mittel für die gesamte Entwicklung und die persönliche Entfaltung des Menschen zur Verfügung. Unser Einsatz für die freie Entfaltung der Person erfordert die Stärkung und Weiterentwicklung des demokratischen Rechtsstaats, um die Anwendung von Gewalt, die noch allzu häufig in den Beziehungen zwischen den Menschen und ihren Gemeinschaften zutage tritt, auszuschließen. (...) Der immer wieder bekräftigte Wille, das Prinzip der Subsidiarität, die Anerkennung der Verschiedenheit, die internationale Partnerschaft und die Teilhabe eines jeden am öffentlichen Leben miteinander zu verbinden, findet seinen besten Ausdruck in der Suche nach friedlichem Ausgleich im Rahmen des Rechtsstaats. Der Rechtsstaat garantiert die Anwendung der Gesetze im Respekt vor den unveräußerlichen Rechten und Freiheiten eines jeden und begrenzt die staatlichen Gewalten. (...) Alle Autorität und Macht steht im Dienste der Person. Kein Staat darf deshalb unter Berufung auf seine Souveränität die Menschenrechte, die Grundfreiheiten oder die Rechte der Menschen und ihrer Gemeinschaften verletzen. (...) Die öffentliche Gewalt muss also die Menschenrechte und die Grundfreiheiten respektieren und die Autonomie der sozialen Gruppen anerkennen (...). Auch die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips trägt zur konkreten Gewaltenteilung bei, indem es der Machtkonzentration entgegenwirkt."
Verantwortlich:
EUCDA-Vorstand Für weitere Informationen: EUCDA |
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